Die Sonne verstecke sich heute nicht hinter dicken Wolken, die 40 Grad Marke wurde geknackt und wieder war es feucht wie in den Tropen. Ein Besitzer eines Antiquitätengeschäftes bestätigte uns heute, dass diese hohe Feuchtigkeit eher ungewöhnlich für Texas sei. Nichtsdestotrotz wir hatten 2 spannende Programmpunkte in „Big D“ wie Dallas gerne genannt wird.



Die moderne 1.3 Mio Einwohner zählende Metropole im Norden von Texas ist ein wichtiger Anlaufpunkt für Wirtschaft und Kultur in der Region. Die Metropole die anscheinend gerne NY sein möchte (beim Straßenlärm und den Baustellen kann ich beipflichten, beim Rest kriege ich einen Lachkrampf… Ernsthaft?)…
Die City ist wirtschaftliches Grenzland: Hier stoßen die Baumwoll- und Erdölfelder auf die ausgedehnten Prärien von Westtexas. Dallas ist die neuntgrößte Stadt der USA, die mittlerweile mit dem benachbarten Fort Worth fast zusammenwächst.
Cowboys mit Stiefeln, Sporen und dem Stetson Hut begegnet man leider In Dallas nicht häufig (das war letztes Jahr in Nashville sehr häufig der Fall 😊) trotzdem wollten wir Mädels uns nach Cowboystiefeln umsehen.
„Wild Bill“ ist ne Institution in Dallas, da waren wir vor 6 Jahren auch schon, die Ausbeute heute leider —> nix 😕 und das sollte sich den ganzen Tag so hinwegsetzen.


Nach einem kurzen Abstecher auf dem theoretisch großen Dallas Farmers Market (Gemüse und Früchte gibt es nur am Wochenende), ging’s ins 30 Minuten entfernte Fort Worth.



Fort Worth (854’000 Einwohner) ist die fünftgrößte Stadt in Texas und knapp 50 Kilometer von Dallas entfernt und bildet mit dieser Stadt zusammen den „Dallas-Fort-Worth-Metroplex“. Die Stadt der Kuh und Kunst wird oft böse Cowtown beschimpft. Wir müssen aber später im Blog ne Lanze für sie brechen!


Unser Ziel waren die „Stockyards“ um endlich die geliebten Longhorns zu sehen!




Bis ins 20. Jahrhundert hinein gehörten die Fort Worth Stockyards zu den größten und bedeutendsten der Welt, und jährlich wurden hier Hunderttausende von Rindern verkauft. Mit dem Einzug des Lastwagenverkehrs verloren sie aber immer mehr an Bedeutung, und um das Stadtgebiet vor dem endgültigen Verfall zu bewahren, entschloss sich die Regierung das gesamte Areal unter Denkmalschutz zu stellen. Der Viehhandel hat sich in der Zwischenzeit mit 40 ansässigen Firmen wieder neu gebildet.
Das Stockyard Hotel mit Bar…


2x täglich gibt es nen Cattle Drive mit Cowboys und den Longhorns. Naja immerhin ein paar nahe Fotos der Vierbeiner. Ich hätte sie aber lieber auf ner saftigen Weide mal fotografiert, als bei einer Touristenattraktion à la Zytglogge…





Wir durften die sanftmütigen Riesen mit bis zu 2.5 Meter langen Hörner anschließend bei ihrer Rückkehr in den offenen Stall besuchen:



… und neu Perspektiven entdecken!



Zum Abendessen ging’s zum Sundance Square, ein wunderschönes Quartier von Fort Worth mit Boutiquen, Restaurants und Pubs.



Dann ging es retour nach Dallas (leider), wir wären wohl alle gerne über Nacht hier geblieben. Es war ruhig, keine herum liegenden (doofen) E-Trottinetts/Scooter auf dem Trottoir, weniger Baulärm, gefühlte gute Sicherheit, coole Geschäfte…

Howdie! 💖
