Tag 12 Page AZ – Springdale (Zion N.P.) UT

Getreu unserem Motto vom Blog…

Happy Birthday my Love! ❤️

Heute haben wir wieder einen Termin und daher hieß es pünktlich am Besammlungsort der Adventurous Antelope Canyon zu sein, damit unsere vor langer langer Zeit reservierten Tickets nicht verfallen… Der Touriaufmarsch ist groß (zum Glück limitiert), aber sie haben die Organisation im Griff, daher waren wir bald unterwegs zum Eingang des Canyons…

Unser Profiföteler der Gruppe ging in einer Gruppe speziell für Fotografen. Das gewöhnliche iPhone Fussvolk mit der Masse… 😉 da keine Instagram-Tussis unter unserer Gruppe waren, lief alles entspannt ab…

Der Upper Antelope Canyon, auf Navajo Tsé bighánílíní (etwa: „der Platz, an dem das Wasser durch die Felsen strömt“), gilt als heißer Tipp, weil sich hier durch die Erosion des roten Sandsteins außergewöhnliche Formen gebildet haben. Hauptsächlich in den Sommermonaten ergeben sich durch die von oben hereinscheinende Sonne die sogenannten Beams, die vor allem um die Mittagszeit oft für fantastische Farb- und Lichtspiele sorgen. Der Upper Antelope Canyon ist ebenerdig begehbar, bis zu 44,3 m tief und hat eine Länge von etwa 400 m.

Wir verlassen Page Richtung Zion Nationalpark – kurz nach dem Ortsausgang besuchen wir die Glen-Canyon-Staumauer. Sie ist eine Talsperre, die mittels einer Bogengewichtsmauer den Colorado River in Arizona anstaut. Ausgehend vom Stauinhalt ist der entstandene Stauraum, der Lake Powell, nach dem Lake Mead der zweitgrößte Stausee der USA.

Auf dem abwechslungsreichen Weg machen wir „kurz“ Halt im Grand Staircase-Escalante National Monument und besuchen die Toadstool Hoodoos…

Wir waren alleine 😊, keiner der Touris von gestern oder heute würde sich bei brütender Hitze und wenigen Orientierungspfählen auf die Hügel hoch kraxeln, um diese Figuren zu fotografieren…

Eine härtere Gesteinsschicht schützt die darunter liegenden, weicheren Lagen vor der Erosion, gleich einem Deckel. Wo dieser Deckel fehlt, erodieren die Naturkräfte (Wind, Wasser, Eis) meterdicke Gesteinslagen weg, während die Hut tragenden Hoodoos stehen bleiben.

Nach der schweißtreibenden Tour ging es auf direktem Weg in den Zion…

Die Fahrt runter nach Springdale in der Abendsonne war eindrücklich dazu mehr morgen im Blog…

Howdie! 💖

Tag 11 Monument Valley AZ/UT – Page AZ

Um 5.00 Uhr klingelte der Wecker, ja das war echt hart aber die Aussicht auf eine Tour mit Sonnenaufgang ließ uns schnell unter die Dusche hüpfen…

Das Monument Valley (Navajo: Tsé Biiʼ Ndzisgaii) ist eine Ebene auf dem Colorado-Plateau auf 1’900 MüM an der südlichen Grenze des US-Bundesstaates Utah sowie im Norden Arizonas und liegt innerhalb der Navajo-Nation- Reservats. Es wird von den Navajo verwaltet und ist daher kein staatliches Schutzgebiet wie das nahegelegene Navajo National Monument. Es ist bekannt für seine Tafelberge und diente bereits vielfach als Kulisse für Dreharbeiten.

Pünktlich ging’s los ins dunkle Monument Valley nur ganz schemenhaft sah man die beiden „Mittens“…

…schon ging’s weiter an den Ort, wo wir auf die Sonne warteten.

Mystisch und still war es, was für eine Wohltat für den Geist.. die Felsen glitzerten im ersten Licht des Tages…

Und plötzlich war es Tag…

Das Monument Valley ist kein ’Tal’ im eigentlichen Sinn, sondern eher eine weite, wüstenhafte Landfläche, die von hoch aufragenden, riesigen Steinen, die hunderte von Metern in die Höhe ragen unterbrochen wird. Es sind Überbleibsel jener Sandsteinschichten, die einst die ganze Region bedeckten.

Oben der John Ford‘s Point. Der einsame Reiter auf dem Felsvorsprung fehlt leider…

Traurig nehmen wir Abschied vom Monument Valley und holen unsere drei Zwischenhalte von gestern nach…

Der Goosenecks State Park liegt in der Nähe von Mexican Hat. Der Blick auf die Schleifen des San Juan River ist wunderschön und der Fluss legt hier auf einer Strecke von nur 3 km Luftlinie fast 10 km zurück. Er hat sich fast 400 m tief eingegraben und dabei bis zu 300 Millionen Jahre alte Gesteinsschichten freigelegt.

Der Moki Dugway bietet von einer Klippe einen tollen Blick auf das 20 Meilen entfernte Monument Valley.

Und fünf Meilen weiter zum Muley Point Overlook. Von hier aus sieht man ebenfalls das Monument Valley sowie noch besser als vom Aussichtspunkt im Gooseneck SP die Mäander vom San Juan River.

Danach ging es 2 Stunden weiter, am Forrest Gump Point vorbei (unten) Richtung Page AZ.

Die Strecke war wieder unbeschreiblich schön!

Der Horseshoe Bend in Page..

Naja ich war geschockt ab dem Massenauflauf zu diesem Bijou… was waren das noch für Zeiten als wir hier mit einer Handvoll Leute die Abendstimmung genossen haben und keinen Eintritt zahlen mussten! 😕

Die Flussschleife ist Teil des Glen Canyon und liegt etwa 10 Kilometer stromabwärts vom Glen Canyon Dam, der Staumauer des Lake Powell, nahe dem südlichen Ende der Glen Canyon National Recreation Area. Die Geländehöhe des Plateaus, in das der Fluss sich dort ca. 300 Meter tief eingeschnitten hat, beträgt im Bereich des Horseshoe Bend rund 1300 MüM. Das Gestein, in das der Fluss sich eingeschnitten hat, ist äolischer Sandstein des Unterjura (ca. 200 Millionen Jahre alt).

Obwohl das Wetter keinen „richtigen“ Sonnenuntergang zuließ, kam trotzdem noch Stimmung auf…

Howdie! 💖

Tag 10 Durango CO – Monument Valley AZ/UT

So jetzt habe ich endlich WLAN, dafür mussten wir bis Page AZ fahren, wir waren heute quasi den ganzen Tag im analogen Niemandsland:

Heute geht es früh auf die Piste, wir haben eine lange Strecke vor uns, einen fixen Termin und viel auf der „Morgens-To-Do-Liste“. Etwas Futter für das Abendessen und morgige Frühstück muss gekauft werden – nicht zu vergessen das Eis für die Kühlbox, Starbucks Kaffee und Benzin. Mano was für ein Stress für einen Sonntag. 🤪

Für alle ferrophilen Blogleser, hier noch ein Foto des Durango and Silverton Narrow Gauge Railroad Zuges..

Etwa 40 Minuten nach Durango kommen wir beim Visitor Center vom Mesa Verde Nationalpark an… (Mesa Verde = Grüner Tafelberg)

Der Park schützt rund 4000 archäologische Stätten, gut erhaltene Klippenwohnumgen vorkolumbischer Anasazi-Stämme.

Wir haben bereits gestern in Durango Tickets für eine Führung durch eine Felsenbehausung gekauft (eine andere Tour war bereits ausverkauft, die Selfguided Tour wegen Steinschlags geschlossen). Schade… 😕

Trotzdem machten wir das Beste draus und nahmen uns Zeit für die 1 Stunde dauernde Fahrt in den Nationalpark hinein und genossen die eindrucksvolle Landschaft vom Tafelberg aus, dies auf max. 2’613 MüM und schwülen 35 Grad!..

Vor Tourbeginn haben wir den „Cliff Palace“ von weitem angeschaut, welchen wir bald vor Ort besuchen werden.

Dann ging es über schmale Treppen runter und eine hohe Leiter hoch in den Cliff Palace…

Dieser hat 150 Räume und 21 Kivas (Raum für Zermonien/Versammlungen) und ist somit die grösste und besterhaltene “Cliff Dwelling“ der USA. Ca. 120 Einwohnern bot er Schutz vor Regen, Winterstürmen, Sonne, Feinden und wilden Tieren. Die Gebäude sind bis zu 4 Stockwerke hoch und wurden zwischen 1190 und 1280 n. Chr. erbaut.

Das plötzliche Verschwinden der Anasazi Bewohner ist noch heute ein Mysterium m, aber ihr grössten und besterhaltenen Klippenwohnungen haben verteckt in steilen Canyons unter weit ausladenden Felbsüberhängen die Zeit beinahe unversehrt überstanden.

Dann ging’s im Galopp weiter zum „Four Corners Monument“. Das Denkmal wurde an der Stelle errichtet, an der die vier US-Bundesstaaten Utah, Colorado, New Mexico und Arizona aufeinandertreffen. Eine Touriabzocke mit Eintrittspreisen von 5.00 Dollar pro Person, das auch noch die Anzahl der Fotos pro Person beschränken will (3 Stück am Denkmal)…

Um nicht komplizierte Verrenkungen zu machen, um in jedem Staat einen Fuß und ne Hand zu haben, schickten wir Herr und Frau Frosch vor…

Da wir nur noch für die 12.30 Uhr Tour im Mesa Verde ein Ticket ergattern konnten, waren wir etwas in Verzug und entschlossen uns auf direktem Weg über die US 160 ins Monument Valley zu fahren. Vielleicht haben wir morgen noch Zeit die restlichen Sachen anzuschauen.

Zum Monument Valley schreibe ich morgen ausführlich, wir müssen zeitig ins Bettchen denn schon um 5.00 Uhr ist Tagwacht…

Trotzdem ein paar Fotos vom Sonnenuntergang in der Nähe unserer Cabins; einfach unvergesslich dieser Ort, ich bin schon zum 4. Mal hier und werde mich nie satt daran sehen können!

Howdie! 🧡

Tag 10 Durango CO – Monument Valley AZ/UT

Meine lieben Blogleser, im Monument Valley ist es erholsam still und zappenduster, leider steht es so auch ums WLAN 😕 ich kann keine Bilder hoch laden, daher müsst ihr euch auf den neuen Eintrag um einige Stunden gedulden! Howdie! 💕

Tag 9 Santa Fe NM – Durango CO

Heute Vormittag geht es nochmals zu Fuß ins Zentrum von Santa Fe, wir waren auf den Markt gespannt, was denn dort angeboten würde. Wie erwartet und in jedem 2. Geschäft auch erhältlich: Kunst und Schmuck – ganz dem reichen Santa Fe entsprechend.

Heute ist Santa Fe eine der wenigen Städte, die indianisches, spanisches und angloamerikanisches Kulturgut verbinden.

Diese wunderschöne Geschäft hat schon gestern mein Schmuckherz höher schlagen lassen. Über die Preise spreche ich lieber nicht (hüstel..)

Weiter ging’s an schönen Adobe Häusern vorbei…

zur Loretto Chapel (1878)

Das hier ist das „Oldest House“der USA. Das De Vargas Street House wurde 1646 erbaut und die vorderen ursprünglichen Räume sind sorgfältig restauriert und stehen noch immer für Touren zur Verfügung. Es ruht auf einem Teil der Gründung eines alten indischen Hauses aus der Zeit um 1200 n. Chr., und viele glauben, dass der Lehm viel älter ist als Mitte des 16. Jahrhunderts.

Mission of San Miguel of Santa Fe, der Adobe-Bau zählt zu den ältesten Kirchen der USA (1610).

Dann wurde es Zeit die nächste Teilstrecke abzuspulen. 341 Kilometer, gleichbleibende Höhe von ca. 2‘000 MüM, gleiche Temperatur von über 30 Grad, nur die Landschaft veränderte sich ständig und wir wechselten in einen neuen Staat nach Colorado…

Die Strecken über die Highways 64 und 84 waren die richtige Wahl und atemberaubend abwechslungsreich…

Den Abend verbrachten wir in Durango (18‘500 Einwohner). Die Gründung der kleinen Stadt am Animas River geht auf die Zeit nach dem Goldrausch zurück. Hier wurde 1874 Silber gefunden.

Durango bietet reizende viktroiansiche Häuser und heisse Quellen. Durango lebte schon immer von dem, was in einem Radius von 200 km herum passierte und verdient wurde. Ob es die Minenarbeiter aus Silverton und Ouray waren, das gelangweilte Zugpersonal, das aus Denver kommend hier zwei Tage Aufenthalt hatte, oder ob es die Indianer waren, die aus den Reservaten im Westen und Süden her anreisten, um hier ihre Waren loszuschlagen: Durango bildete den Mittelpunkt.

Heute war auch noch ein Harley Event, die ganze Main Street war voller heißer Maschinen…

…ein paar davon wären wohl beim Straßenverkehrsamt nicht durchgekommen… 😉

Howdie! 💕

Tag 8 Amarillo TX – Santa Fe NM

Bevor es auf unsere Tagesreise geht, gibt es noch einen Nachtrag zum gestrigen Abend. Wenn man in Amarillo weilt, sollte man ganz sicher in der Big Texan Steak Ranch Abendessen.

Auch wenn das Interieur etwas verstaubt und die Speisekarten klebrig sind, ist es eine Institution. Wenn man es schafft innert 60 Minuten ein 72 oz (—> 2‘041.17 Gramm!) Steak, Salat , Brötchen, Shrimps und Bratkartoffel zu essen, bezahlt man nichts (sonst USD 72.00).

3 Helden probierten es gestern auch (auf dem Podest) und gaben nach gefühlten 25 Minuten auf, die Menge rechtzeitig zu schaffen.

Eine kleine Sensation (in unseren Augen) schaffte Molly Schuyler. Sie aß am 19.04.2015 3! (D R E I) solcher Portionen in unter 20 Minuten! 🤪 Das erste Steak mit Beilagen war nach 4 Minuten 18 Sekunden gegessen.. 🤢

Der heutige Tag begann mit einem stärkenden Kaffee, wir haben nochmals 1‘000 Höhenmeter und 582 Kilometer vor uns.

Nach der Grenze TX/NM haben wir neu 8 Stunden Zeitverschiebung.

Der erste Teil der Strecke verbringen wir parallel zur Route 66 und bei Adrian auch einige Kilometer drauf. Alte Erinnerungen an unsere Route 66 Reise im 2013 werden wach.

Adrian, das Kaff im Nirgendwo, besteht hauptsächlich aus dem Midpoint Café mit seinen bekannten Ugly Pies (lecker!!)….

Hier ist die Hälfte der Strecke Chicago – L.A. (Santa Monica) geschafft.

Weiter geht es über die Grenze New Mexicos nach Tucumcari. Das bekannte Blue Swallow Motel ist im Originalzustand erhalten und wurde nur im Interieur der Zimmer leicht angepasst.

Auf der Strecke findet man immer wieder alte Relikte der Route 66.

Die Landschaft ändert sich allmählich von flach in kleine Berge und bewaldete Abschnitte bis nach Santa Fe.

Santa Fe ist die Hauptstadt des US-Bundesstaats New Mexico und liegt in den Ausläufern des Gebirges Sangre de Cristo, eine zu den Rocky Mountains gehörende Bergkette.

Sie ist für ihre Gebäude im Pueblo-Stil bekannt und gilt als Hochburg für kreative Kunst und Schmuck.

Das Zentrum der Stadt, die im Jahr 1610 als spanische Kolonie gegründet wurde, bildet die traditionelle Plaza (heute mit einem Meer aus Verkaufsständen für den Samstag überbaut und somit leider nicht fotografierbar).

Die verwinkelten Straßen der umliegenden Altstadt führen an Lehmsteinbauten vorbei, darunter auch der Gouverneurspalast, in dem heute das New Mexico History Museum untergebracht ist (Ältestes durchgehend genutztes öffentliches Gebäude in den USA).

Mit einem geschichtsträchtigen Erbe, das von den amerikanischen Ureinwohnern über spanische und mexikanische Einflüsse bis zu Wildwest-Cowboys, der modernen US-Kultur und einer regen Künstlerszene reicht, nimmt Santa Fe eine Sonderstellung unter den amerikanischen Städten ein.

Die Basilika des Heiligen Franziskus von Assisi , allgemein bekannt als St. Francis Cathedral, erbaut 1869-1886.

Morgen Vormittag entdecken wir die Stadt weiter…

Howdie! 💖

Tag 7 Dallas TX – Amarillo TX

Bis jetzt waren wir sparsam mit unseren zurückgelegten Kilometern und im Wissen wohin wir noch reisen wollen, ist es an der Zeit die nächsten 2 Tage ein paar Meilen abzuspulen. Heute müssen 574 km auf den Tachozähler rauf. Also gibt es nicht so viel Sightseeing dafür mehr aus dem Fenster schauen und in unendliche Weiten gucken (keine Longhorns gesehen 😕).

Trotzdem wollen wir nochmals in einem süßen Städtchen Halt machen und das Auto auftanken. Bei Grapevine (Weinstock) verrät der Name schon das Programm dieses Städtchens. Grapevine hat ca. 55‘000 Einwohner, eine kleine Mainstreet und transportiert seine Besucher in die verschiedenen Weingüter.

Texas ist die älteste Weinregion der USA und der fünftgrößte Weinproduzent der Vereinigten Staaten. Trotz dieser bedeutenden Rolle in der amerikanischen Weinindustrie sind die texanischen Weinregionen als Reiseziel weitestgehend unbekannt! Seit jeher gilt das trockene Klima des US-Bundesstaates Texas als sehr weinfreundlich. Es gleicht dem Klima in Spanien oder Frankreich – mit warmen, sonnigen Tagen, kühlen Nächten und einer geringen Luftfeuchtigkeit (naja nicht bei unserem Besuch heute…)

Ein Besuch im örtlichen Farmers Market verpflegte uns auf der langen Strecke Richtung Nordtexas.

Die Landschaft war die ganze Reise lang weitläufig und flach doch farblich immer wieder abwechslungsreich und trotz des heißen Wetters ziemlich grün. Deprimierend dann eher die kleinen Dörfer an der Interstate, die in schlechtem Zustand und halb verlassen sind. Erinnerungen an unsere Route 66 Reise kamen wieder hoch.

Amarillo (Spanisch “gelb”) verdankt dem Namen seinen üppigen gelben Wildblumen die man im Frühling und Sommer findet. Amarillo mit knapp 200‘000 Einwohner auf 1’000 MüM wurde 1887 gegründet. 70% aller texanischen Rinder wechseln in Amarillo den Besitzer.

Unsere allerallerletzte Chance auf Cowboyboots in Texas wollten wir nicht unversucht lassen und schleppten die Jungs in einen großen Laden…

Und wir wurden endlich fündig 🤪…

Und das ist auch typisch Texas:

Ich kann es noch immer nicht ganz fassen, dass ich dieses Etikett gesehen habe…

Den Abend ließen wir mit Sonnenuntergang an der Cadillac Ranch ausklingen. Zehn in einen Acker gerammte nach Westen ausgerichtete Cadillacs von 1948-1964 stehen als Sinnbild des Aufschwungs und der Route 66.

Die Cadillacs werden von den Besuchern mit Spraydosen „verschönert“ und jeder möchte sich dabei verewigen.

Farbschicht über Farbschicht…

Auch wir setzten ein kleines Zeichen…

Unsere Body Double im Einsatz, das Knie von Herrn Frosch entspricht zur Zeit nicht der Agilität des Knies meines Schatzes…

Howdie! 💖

Tag 6 Dallas TX- Fort Worth TX – Dallas TX

Die Sonne verstecke sich heute nicht hinter dicken Wolken, die 40 Grad Marke wurde geknackt und wieder war es feucht wie in den Tropen. Ein Besitzer eines Antiquitätengeschäftes bestätigte uns heute, dass diese hohe Feuchtigkeit eher ungewöhnlich für Texas sei. Nichtsdestotrotz wir hatten 2 spannende Programmpunkte in „Big D“ wie Dallas gerne genannt wird.

Die moderne 1.3 Mio Einwohner zählende Metropole im Norden von Texas ist ein wichtiger Anlaufpunkt für Wirtschaft und Kultur in der Region. Die Metropole die anscheinend gerne NY sein möchte (beim Straßenlärm und den Baustellen kann ich beipflichten, beim Rest kriege ich einen Lachkrampf… Ernsthaft?)…

Die City ist wirtschaftliches Grenzland: Hier stoßen die Baumwoll- und Erdölfelder auf die ausgedehnten Prärien von Westtexas. Dallas ist die neuntgrößte Stadt der USA, die mittlerweile mit dem benachbarten Fort Worth fast zusammenwächst.

Cowboys mit Stiefeln, Sporen und dem Stetson Hut begegnet man leider In Dallas nicht häufig (das war letztes Jahr in Nashville sehr häufig der Fall 😊) trotzdem wollten wir Mädels uns nach Cowboystiefeln umsehen.

„Wild Bill“ ist ne Institution in Dallas, da waren wir vor 6 Jahren auch schon, die Ausbeute heute leider —> nix 😕 und das sollte sich den ganzen Tag so hinwegsetzen.

Nach einem kurzen Abstecher auf dem theoretisch großen Dallas Farmers Market (Gemüse und Früchte gibt es nur am Wochenende), ging’s ins 30 Minuten entfernte Fort Worth.

Fort Worth (854’000 Einwohner) ist die fünftgrößte Stadt in Texas und knapp 50 Kilometer von Dallas entfernt und bildet mit dieser Stadt zusammen den „Dallas-Fort-Worth-Metroplex“. Die Stadt der Kuh und Kunst wird oft böse Cowtown beschimpft. Wir müssen aber später im Blog ne Lanze für sie brechen!

Unser Ziel waren die „Stockyards“ um endlich die geliebten Longhorns zu sehen!

Bis ins 20. Jahrhundert hinein gehörten die Fort Worth Stockyards zu den größten und bedeutendsten der Welt, und jährlich wurden hier Hunderttausende von Rindern verkauft. Mit dem Einzug des Lastwagenverkehrs verloren sie aber immer mehr an Bedeutung, und um das Stadtgebiet vor dem endgültigen Verfall zu bewahren, entschloss sich die Regierung das gesamte Areal unter Denkmalschutz zu stellen. Der Viehhandel hat sich in der Zwischenzeit mit 40 ansässigen Firmen wieder neu gebildet.

Das Stockyard Hotel mit Bar…

2x täglich gibt es nen Cattle Drive mit Cowboys und den Longhorns. Naja immerhin ein paar nahe Fotos der Vierbeiner. Ich hätte sie aber lieber auf ner saftigen Weide mal fotografiert, als bei einer Touristenattraktion à la Zytglogge…

Wir durften die sanftmütigen Riesen mit bis zu 2.5 Meter langen Hörner anschließend bei ihrer Rückkehr in den offenen Stall besuchen:

… und neu Perspektiven entdecken!

Zum Abendessen ging’s zum Sundance Square, ein wunderschönes Quartier von Fort Worth mit Boutiquen, Restaurants und Pubs.

Dann ging es retour nach Dallas (leider), wir wären wohl alle gerne über Nacht hier geblieben. Es war ruhig, keine herum liegenden (doofen) E-Trottinetts/Scooter auf dem Trottoir, weniger Baulärm, gefühlte gute Sicherheit, coole Geschäfte…

Howdie! 💖

Tag 5 Georgetown TX – Dallas TX

Heue ging es 300 Kilometer weiter in den Norden von Texas, wir müssen langsam ein paar Kilometer vorwärts kommen auf unserer langen Reise gegen Südwesten.

Texas ist einfach gigantisch von seinem Ausmaß her. Mit über 695‘000 km2 ist Texas grösser als Deutschland, England, Schottland, Irland, Nordirland, Belgien und die Niederlande zusammen!

Unser erster Halt galt der Stadt Waco. Hier entdeckte ich einen kleinen schönen Ort, den ich unbedingt live sehen wollte: Magnolia Silo.

Die beiden 36 Meter hohen 1950 erbauten Silos sind das Markenzeichen des Komplexes mit einem Dekogeschäft, Bakery, Picknick-Area und Food-Trucks.

In den Silos wurden früher Baumwollsamen gelagert, heute baut Texas etwa 40% der Gesamtproduktion der USA an Baumwolle an.

Eine gute Stunde später nach Waco sahen wir bereits die Hochhäuser von Dallas am Horizont auftauchen. Wir waren froh, brannte die Sonne heute wegen Bewölkung zur Abwechslung mal nicht herunter und es waren angenehme 28 Grad.

Nach dem Check-in ging es zu Fuß zum letzten Programmpunkt des Tages.

Unterwegs kamen wir am Kennedy Memorial Plaza vorbei, der Gedenkstätte von JFK. Ich sage euch mit diesem Klotz kann ich so gar nichts anfangen. Keine Ahnung was sich der Künstler dabei gedacht hat, das als ruhigen Zufluchtsort zu bezeichnen… Ein eingeschlossener Platz für Gedanken und zum Nachdenken, um damit der Erde und dem Himmel näher zu sein.

Einen Katzensprung entfernst steht die John Neely Bryan Cabin. Hier an diesem Ort nahm vor 180 Jahren die Geschichte von Dallas ihren Anfang.

John Neely Bryan, ein Kolonist und Stadt-Gründer aus Tennessee, machte im Jahr 1839 einen Besuch in der Nähe des Trinity Rivers und baute an diese Stelle im Jahr 1842 eine Blockhütte.

Der wahre Grund unseres Spaziergangs war aber das 6th Floor Museum am Dealey Plaza.

Hier befindet sich im sechsten Stock des Dallas County Administration Building (ehemals Texas School Book Depository) eines der besten Museen, die ich je gesehen habe!

Das Museum untersucht das Leben, die Zeiten, den Tod und das Erbe von Präsident John F. Kennedy und befindet sich genau dort, wo Lee Harvey Oswald den Präsidenten am 22. November 1963 erschossen hat oder eher haben soll? Es bleiben viele Fragen offen, wenn man mit dem Rundgang fertig ist und es sorgte für reichlich Gesprächsstoff unter uns…

Hinter diesem Kartonstapel am Eckfenster sollen die tödlichen Schüsse gefallen sein!

Den Abend verbrachten wir im Bishop Arts District. Einst einer der verborgendsten Schätze von Dallas liegt dieser mit über 60 Boutiquen, Restaurants, Bars, Coffee Shops und Galerien im Süden der Stadt.

Howdie! 🧡

Tag 4 San Antonio TX – Georgetown TX

San Antonio ist eine bedeutende Stadt im zentralen Süden von Texas, die auf ein traditionsreiches koloniales Erbe zurückblickt. The Alamo, eine spanische Missionsstation (gegründet 1718) und heute ein Museum, wurde 1836 Schauplatz einer berüchtigten Schlacht im texanischen Unabhängigkeitskrieg gegen Mexico. Die 189 Verteidiger des Forts wurden schließlich von den mexikanischen Truppen besiegt.

Der Besuch des El Mercado war auch dieses Mal nicht von Erfolg gekrönt, auch 2012 war der mexikanische Tourimarkt voller Kitsch und Plastik. Gibt es wirklich jemand der sich das Zeug in die Wohnung stellt?

Dann ging es ab ins Texas Hill County, wir suchen schließlich laut Blog-Titel nach den Longhorn Kühen (Achtung Spoiler Alarm: das war nix am heutigen Tag…😕)

Das Hill County mit vorwiegend Eichen, Mesquite und Juniperbäume ist hügelig wasserreich und somit der Garten Edens, wenn man die heißen Temperaturen von Texas kennt (heute bei 41 Grad). Kein Wunder also haben sich hier die deutschen Auswanderer niedergelassen.

Unser erster Besuch galt einer Kuriosität: Luckenbach.

Ein Wallfahrtsort für Country- und Western Fans, ein gottverlassenes Nest mit 3 Einwohner, einem General Store, einer Dance Hall und einem Post Office.

Der General Store wurde 1849 eröffnet um mit den Indianern Waren zu tauschen. Das Ortsschild wird von Fans der Ortschaft ständig geklaut ( fanden wir heute keines vor). Fast täglich finden große Live Musikaufführungen statt.

Kurz vor Fredericksburg ließen wir uns vom „Das Peachhouse“ ins Innere locken. Es gab zwar allerlei selber gemachte Konfitüren, Senfmixturen und Saucen, von Pfirsichen aber keine Spur…

Fredericksburg ist ein Pfirsichanbaugebiet, hier werden 12 verschiedene Sorten angebaut und Reben gezüchtet (seit 1650 durch Missionare eingeführt).

Fredericksburg mit etwa 11‘500 Einwohner ist eine entspannte Kleinstadt. Sie wurde Mitte des 19. Jahrhunderts von deutschen Einwanderern gegründet und bezaubert mit ihrer Mischung aus texanischer Lebensart und deutscher Tradition. Mit über 150 Boutiquen und Kunstgalerien rings um die historische Main Street ist der Ort auch ein echtes Einkaufsparadies. Hier gibt es deutsche Kultur im Einweckglas, 20 Kirchen, Steinhäuser und Biergärten.

Ein Bierchen „to go“ für die Jungs…

Der obligatorische Kaffee musste auch heute sein, wir überleben auch ohne Starbucks, Hauptsache es ist stylisch 😉

Zum Abschluss der Tour ging es zu einem kleinen Schatz außerhalb der Stadt: Magnolia Pearl…

Wenn mich jemand nach meinem amerikanischen Traum eines Hauses fragen würde, hier wäre er… ich konnte mich nicht satt sehen!

Eigentlich ist das Haus (ehemaliger Getreidespeicher) Heimat eines Bekleidungsherstellers. Im oberen Stock kann man aber die (absurd teure) aktuelle Kollektion kaufen und daher durften wir uns umsehen.

Gelandet sind wir dann zur Übernachtung in Georgetown, ein unbedeutendes Nest, um morgen eine kürzere Anreise nach Dallas zu haben…

Howdie! 🧡

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